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Gebäude­energie­gesetz (GEG) – Was ist neu?

Das GEG (Gesetz zur Verein­heitlichung des Energie­einspar­rechts für Gebäude) trat am 01.11.2020 in Kraft. Im GEG sind die Energie-­Rege­lungen EnEG, EnEV und EEWärmeG für Gebäude zu einem Gesetz zusammen­gefasst. Ziel ist der möglichst spar­same Einsatz von Energie in Gebäuden sowie die zuneh­mende Nutzung von erneuer­baren Energien.

Zum 1. Januar 2023 tritt eine Änderung in Kraft: Die Redu­zierung des zu­lässigen Jahres-Primär­energie­bedarfs im Neubau von bisher 75 % des Referenz­gebäudes auf 55 %.

Bürogebäude Außenansicht bei Nacht

Wesentliche Änderungen durch das GEG 2023:

  • Der zulässige Jahres-Primär­energie­bedarf für Neubauten wird auf 55 % (bisher 75 %) des Primär­energie­bedarfs des Referenz­gebäudes reduziert.
  • Das in Anlage 5 des GEG geregelte verein­fachte Nachweis­verfahren für Wohn­gebäude wird angepasst: Anlagenoptionen, die im verein­fachten Nachweis­verfahren nicht auf­geführt werden, sind weiterhin im Rahmen des Referenz­gebäude­verfahrens umsetzbar, so dass das Referenz­gebäude­verfahren technologie­offen ist.
  • Primär­energiefaktor für Strom zum Betrieb von wärme­netz­gebundenen Großwärme­pumpen für den nicht erneuer­baren Anteil wird von 1,8 auf 1,2 geändert. Damit wird eine bestehende systema­tische Benach­teiligung von Fern­wärme aus Großwärme­pumpen gegen­über Fernwärme aus KWK-Anlagen oder Wärme­erzeugern mit fossilen Energien aufgehoben.
  • Absätze 2 und 3 des § 23 GEG werden gestrichen, da sich in der Praxis erwiesen hat, dass das dort vorge­schriebene Bewertungs­verfahren zu wider­sprüchlichen Ergebnissen führen kann.
  • Anpassung der Regelung zu den Förder­maßnahmen in § 91 GEG an die Anhebung des Anforderungs­niveaus.
  • Einführung einer bis Ende 2024 befristeten Erleichterung für bestimmte Gebäude, die der Unter­bringung geflüchteter Menschen durch die öffentliche Hand oder im öffent­lichen Auftrag dienen. Inkraft­treten dieser Regelung: 29. Juli 2022.

Für die Umsetzung der übrigen Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag zur Änderung des GEG stehen Einzelheiten noch nicht fest.

Hier nachlesen: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Stand: September 2022
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Welche Neuerungen sind Gegenstand des GEG?

  • Einführung eines gleichwertigen Verfahrens zum Nachweis der Einhaltung der energetischen Anforderungen bei der Errichtung von Wohngebäuden (Modellgebäudeverfahren für Wohngebäude)
  • Einführung eines sogenannten Quartiersansatzes. Das bedeutet, dass Energieeinsparungen von alten und neuen Gebäuden innerhalb eines Quartiers gegeneinander aufgerechnet werden. Die Wirkungsweise soll bis 31.12.2023 getestet werden.
  • Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung wird für Neubauten verpflichtend.
  • Anrechnung von Strom aus Erneuerbaren Energien bei der energetischen Gebäudebilanz
  • Verbot von Öl- und Kohleheizungen ab 2026
  • Einführung obligatorischer Beratungsgespräche mit Energieberatern bei Verkäufen und größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Bei Anbauten wird nur noch der Transmissionswärmeverlust der Bauteile nachgewiesen.
  • Energieausweise müssen die CO2 -Emissionen eines Gebäudes (bisher nur den Energiebedarf) sowie Angaben zu inspektionspflichtigen Klimaanlagen inkl. Datum der nächsten Inspektion verpflichtend ausweisen.
  • Nach einer Neubau- oder größeren Sanierungsmaßnahme ist eine so genannte Erfüllungserklärung (Vollzugsregelung des GEG) abzugeben.

Hier nachlesen: Beschluss der Bundesregierung

Stand: November 2020
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